Bereits gestern konnten wir vom Eiffelturm aus verfolgen, wie die Franzosen ihren Nationafeiertag mit zahlreichen Feuerwerken begrüßen. Heute galt es dann, diesen Tag bestmöglich zu nutzen. Dabei gibt es in Paris einige Besonderheiten, die den gemeinen Homo touristicus hier und da vor Probleme stellen oder ihn zumindest irritieren können.
Ein Teil unserer Gruppe brach heute früh zum Champs Elysée auf, um dort die Militärparade zu sehen. Wir – Angelika, Ralf, Stefanie und Sylvia – hatte uns aber für ein zivileres Programm entschieden. Zunächst unternahmen wir den zweiten Versuch in die Katakomben von Paris zu kommen. – Die hatte aufgrund des Feiertags aber geschlossen. Aber aller guten Dinge sind drei. Wir werden es morgen also noch einmal probieren.
Weiter gings zum Invalidendom (sicher auch nicht ganz unmilitärisch;-) ). Im Invalidendom ist das Grab von Napoleon und die Anlage drumherum diente als eine Art ziviles Kloster für Kriegsinvaliden.
Bevor wir den Dom erreichten, wurden wir aber gleich mit der Militärparade konfrontiert. Kaum waren wir aus der Metro-Station ans Tageslicht geklettert (zum Stichwort „klettern“ später mehr), sahen wir zahllose Soldaten in Grüppchen herumstehen – jedes Grüppchen mit anderer Uniform. Und dann kamen die berühmten Düsenjäger, die die französischen Nationfarben an den Himmel „malen“.
Nachdem auch die anderen Flieger vorbei geflogen waren, gingen wir zum Hôtel des Invalides (dem Invalidenheim) mit dem dahinter liegenden Invalidendom. Die zahlreichen Kriegs- und Militärmuseen in dem Komplex haben wir uns gespart und sind direkt in den Invalidendom gegangen, haben kurz Napoleons Grab umrundet und haben dann unsere Tour fortgesetzt.
Vom Invalidendom wollten wir einfach zur Seine gehen und an der Seine entlag zum Louvre. – Wir hatten die Mona Lisa schließlich noch nicht gesehen. Aber auch das war heute alles andere als einfach. Es waren sehr viele Menschen unterwegs und je weiter wir gingen, desto mehr Soldaten waren zu sehen – Fremdenlegion, Heer, Flughafenfeuerwehr, Kampfpiloten, Gebirgsjäger, U-Boot-Einheiten, Marine, Nationalpolizei, … Die Uniformen reichten dabei von dem was wir von der Bundeswehr sehr ähnlich kennen, über bunte Uniformen mit vielen Orden und Säbel bis hin zu Uniformen á la Louis de Funès. Irgendwann ging es dann gar nicht mehr weiter, sodass wir umdrehen und die nächste Metro-Station suchen mussten. Eine Station weiter sind wir dann ausgestiegen und konnten endlich zum Louvre gehen.
Immerhin wussten wir, dass das Museum am Nationalfeiertag geöffnet sein sollte und das heute sogar mit freiem Eintritt. Wir waren also auf das Schlimmste gefasst, was die Wartezeiten betrifft. Wir hatten aber den Tipp aus dem Reiseführer (Buch) befolgt, den unser menschlicher Reiseführer bestätigt hat, und sind direkt zum Seiteneingang und nicht zur großen Pyramide im Louvre-Innenhof gegangen. Das gestern gelernte Prinzip mit der kürzesten Schlange konnten wir allerdings hier nicht anwenden: Es gab gar keine Schlage, wir kamen sofort rein. – Nur der anschließende Toilettenbesuch dauerte bei den Damen ein wenig 😉
Im Louvre haben wir dann noch Anni und Rolf getroffen und uns mit den beiden zu dem Saal vorgekämpft, in dem ein etwas mehr als briefmarkengroßes Bild umlagert wurde, wie die Stars von Tokyo Hotel oder die Pseudostars von DSDS.
Danach waren einige etwas platt.
Jetzt noch schnell die Venus von Milo und die Sphinx angesehen und dann wieder raus.
Nachdem wir den Louvre durch den Hauptausgang in der Glaspyramide wieder verlassen hatten ging es schnell zum Mittagessen. Wir hatten uns ein Lokal am Palais Royal ausgesucht. Es war okay, aber sicher längst nicht da beste Essen, das wir in Paris hatten. Dafür gab es von der anderen Straßenseite Streichermusik. Nach dem Essen wollten die Damen dann die Füße hochlegen, bevor es abends wieder auf Tour gehen sollte.
Ich habe die Zeit noch genutzt, einen Spaziergang in der Nähe des Hotels zu machen. Durch den Park „Jardin Yitzhak Rabin“, über die Seine zur Nationalbibliothek und wieder zurück über die Seine zum Bercy Village, mit seinen kleinen Läden und Lokalen, die alle trotz des Feiertags geöffnet hatten. Dort habe ich dann auch noch Gunda und Monika beim Cocktail-Trinken getroffen.







