Sonne in Beijing


Moin moin aus Beijing!

Dieses Mal kommt der Tagesbericht erst am Morgen danach. Zwar wurde er
noch in der Nacht geschrieben, doch das Internet hatte sich überlegt, dass
es besser sei, wenn ich erstmal ins Bett gehe, bevor ich die Mail
rausschicke.

Um 9 Uhr startete am Mittwoch unser Ausflug zur Chinesischen Mauer. Nach
ca. 1,5-stündiger Busfahrt kamen wir in Badaling, einem der meistbesuchten
Abschnitte der Mauer, an. Der Aufstieg war dann ein Abenteuer für sich –
festes Schuhwerk war sehr wichtig, denn an den meisten Stellen gibt es
keine Stufen, sondern es geht einfach steil bergauf (und natürlich später
auch wieder runter … mal sehen, wie der Muskelkater in den Waden morgen
ausfällt …). Doch dafür entschädigte uns die atemberaubende Sicht über die
Berge und sogar die Sonne war endlich einmal zu sehen. Das musste
natürlich genutzt werden, um hunderte von Fotos zu schießen –
selbstverständlich auch das von meinen KollegInnen geforderte Bild von mir
mit Kappe auf der Mauer 🙂 Uns blieb auch genügend Zeit, sodass jeder
nach seiner Kondition entscheiden konnte, wie weit er auf der Mauer
wandern wollte.

steffi_mit_kappe_auf_der_mauer.jpgauch_sylvia_hat_den_aufstieg_geschafft.jpgmauer-panorama.jpg

Nach dem anstrengenden Vormittag hatten wir uns das Mittagessen redlich
verdient. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir den „Golden Palace“, wo
uns verschiedene chinesische Gerichte serviert wurden. Fast alle machten
sich mit Stäbchen darüber her, einigen war die Gabel aber doch vertrauter.
Falls doch jemand von uns sich mit der Schweinegrippe oder etwas anderem
angesteckt haben sollte, so waren sämtliche Erreger auf jeden Fall nach
dem Genuss des ebenfalls zum Essen gehörigen Reisschnaps weggeätzt 😉 Im
Erdgeschoss des Gebäudes wurde dann der Fabrikverkauf einer
Porzellanfabrik – von einigen mehr, von anderen weniger – geplündert.

typische_busfahrt.jpg

Zum Abschluss des Ausflugs fuhren wir wieder nach Peking zurück, um uns
das Olympiagelände sowie das Olympiastadion anzusehen. Inzwischen war
sogar über Peking blauer Himmel zu sehen, sodass bei klarer Sicht das
„Vogelnest“ fotografiert und betrachtet werden konnte.

Nach knapp einstündigem Aufenthalt im Hotel ging es dann für ca. 20
Teilnehmer zur Peking-Oper, die im Liyuan-Theater des Qian Men Hotels
aufgeführt wurde. Die Busfahrt wurde – wie meistens – vom Stau auf der
Ringstraße bestimmt. Vor der Aufführung war es möglich, die Schauspieler
beim Schminken zu beobachten und zu fotografieren. Zunächst ist die
Peking-Oper für deutsche Ohren schon etwas speziell, hat aber auch ihren
Reiz. Man darf sie sich nur nicht wie eine deutsche Oper vorstellen – es
wird weniger gesungen, sondern vieles pantomimisch und akrobatisch
dargestellt.

schminken_in_der_oper.jpg

Die meisten fuhren nach der Vorstellung direkt mit dem Bus zurück ins
Hotel, einige ließen sich aber an der nächsten U-Bahn-Station absetzen, um
den Abend in einem netten Lokal am Ufer des Hou Hai beim Lotusmarkt
ausklingen zu lassen.

Und nun vergesst es nicht: Donnerstag ist der Tag der Siegerehrung! Um 10
Uhr deutscher Zeit habt ihr die Möglichkeit, sie im Internet per
Livestream zu verfolgen (http://www.intersteno.org –> WEB-TV). Wer also
Zeit und Lust hat kann ja mal versuchen, uns zu entdecken 🙂

Viele Grüße

Stefanie + Syliva + Sharon

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